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Indien

Namaste Indien

(Reisebericht von Martina Glaeser, hartmann-reisen)

Es ist endlich soweit. Die von uns lang im voraus geplante Reise für unsere Kunden nach Indien, mit mir als Reisebegleitung, startet. Wir treffen uns pünktlich früh morgens am Flughafen Frankfurt zum Gruppen Check In. Der Flieger Frankfurt – Zürich hat wegen Nebel 1 Stunde Verspätung, aber kein Grund zur Sorge, unser Anschlussflug geht erst 3 Stunden später. Wir sind alle schon aufgeregt. Während eines gemeinsamen Vorabtreffens haben wir uns bereits kennen gelernt, in Zürich werden wir dann auch unseren Hamburger Mitreisenden begegnen. Der Flug vergeht angenehm mit netten Gesprächen und wir landen pünktlich um 00.54 Uhr in Delhi. Die Passkontrolle verläuft zügig und problemlos und nachdem Geld gewechselt wurde und die Koffer in Empfang genommen worden sind, empfängt uns unser erster Reiseleiter Mohit mit einem freundlichen „ Namaste“ hinter der Zollkontrolle. Er erklärt uns nach der freundlichen Begrüßung gleich einmal die drei indischen ,Gs': Glaube, Geduld und Glück. Dann los. Es geht auf den jetzt menschenleeren und dunklen Straßen zu unserem Hotel Country Inn & Suites nach Gurgaon. Alle sind erschöpft von der Reise und gehen schnell schlafen.


Weckruf um 07.00 Uhr und Abfahrt nach New Delhi um 09.00 Uhr. Nun sehen die Straßen schon ganz anders aus. Durch hektischen und lauten Straßenverkehr, vorbei an Slums und Einkaufsstraßen fahren wir zum Grabmahl Humayuns, einem der schönsten Bauwerke der frühen Mogul-Epoche.Mit seiner 43m hohen Marmorkuppel erinnert das Gebäude entfernt an das Taj Mahal. Im Anschluss fahren wir durch die breiten Alleen  New Delhis vorbei am Parlament, den Regierungsgebäuden , Botschaften, Golfclubs  und India Gate  nach Old Delhi. Wem der neue Bereich der Stadt schon fremdländisch erscheint, bekommt die Steigerung spätestens jetzt hautnah zu spüren. Enge Gassen, ein wirklich wahnsinniger Verkehr, ein unglaubliches Menschengewusel, für die meisten Reiseteilnehmer der totale Kulturschock. Unsere beiden Elektriker in der Gruppe ergötzen sich an dem Wirrwarr von Kabeln und Leitungen in den zum Teil sehr baufällig aussehenden Gebäuden. Unser Tempel ist wegen der Gebetsstunde geschlossen und wir müssen unsere Pläne etwas umstellen. Es geht  zum ersten  indischen Mittagessen zurück nach New Delhi. Allen schmecken die fremden Speisen sehr gut. 

Wir fahren zurück nach Old Delhi, vorbei am Roten Fort, zur Freitagsmoschee Jamia Masjid, der größten islamischen Moschee im Osten. Wir sind bewaffnet mit Tempelsocken und stark beeindruckt von dem Bauwerk. Die indischen Besucher sind hingegen von uns Europäern begeistert und bitten um gemeinsame Fotos. Wer ist hier der Tourist? Bevor es zurück zum Hotel geht machen wir noch Halt an einem Kaufhaus mit indischem Kunsthandwerk, nahe dem Connaught Place, wo die ersten Souvenirs erstanden werden. Nach diesem eindrucksvollen Tag gehen wir nach dem Dinnerbuffet alle zeitig schlafen.

Heute erwarten wir einen anderen Bus für unsere Weiterfahrt. Der kommt aber leider nicht pünktlich. Das erste indische „G“ kommt schon zum tragen: Geduld. Zum Glück (3.G) kommt er dann gegen 10.00 Uhr und ist ein ganzes Stück größer und auch etwas komfortabler. Nur die hinteren Sitzreihen sind schaukelig und durch die ungleichmäßige Klimaanlage teils unterkühlt und auch geräuschvoller.


Auf dem Highway Nr. 8 fahren wir jetzt aus der Stadt heraus. Dann geht es etwa 250 km über Landstraßen, vorbei an Dörfern, Feldern und Ziegeleien in Richtung Shekhavatiregion an der ehemaligen Seidenstraße. Wir kleben an den Fensterscheiben, bestaunen die ungewohnte Landschaft, entdecken sogar unsere ersten Kamelkarren und winken den freundlichen Menschen in den unzähligen Dörfern zu. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, denn das Landleben in Indien ist sehr einfach und bescheiden. Störend ist einzig der viele Dreck auf den Straßen und in den Ortschaften. Nach einem Mittagstop in einer sehr netten Raststätte, folgt eine weitere lange Fahrt und erst kurz vor dem Sonnenuntergang besichtigen wir unseren ersten Hindutempel. Bei Dunkelheit verlassen wir die Landstraße und fahren auf unbefestigter Straße zu unserem Hotel Udai Villas. Dort werden wir mit einem rotem Punkt auf die Stirn und einer Cola sehr freundlich empfangen. Eine gute Gelegenheit, den unterwegs erstandenen indischen Rum erstmals zu kosten und für gut zu befinden.

Beim Abendessen verabschieden wir unseren  Reiseleiter Mohit, der noch am gleichen Abend per Taxi nach Jaipur aufbricht. Ein Teil unserer Gruppe schaut sich nach dem Essen ein landestypisches Marionettentheater an und lässt den Abend auf der Außenterrasse bei einem Glas Bier oder Wein ausklingen. Schön ist die Stille hier nach der Hektik der Großstadt.


Heute erwartet uns wieder ein spannendes Programm, das heißt früh aufstehen. Unser neuer Reiseleiter Ranveer Singh Panwar begrüßt uns schon in der Hotelhalle. Nach kurzem Kennenlernen fahren wir nach Mandawa, einer Ortschaft  an der ehemaligen Seidenstraße, nicht weit entfernt von unserem Hotel, bekannt für seine prächtigen Havelis. Zu Fuß laufen wir durch die ungepflasterten, belebten Gassen des Ortes und besichtigen die prunkvoll und bunt bemalten Herrenhäuser der reichen Kaufleute. Vom Dach eines der Havelis haben wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Wüste. Auf unserer Weiterfahrt halten wir in Fatepur an einem ,Seniorenheim' für Kühe. So etwas gibt es nur in Indien. Weiter geht es durch trockene Halbwüstenlandschaften nach Bikaner. 


Nach dem Mittagessen besichtigen wir dort das eindrucksvolle und prunkvolle Junagarh Fort. Es ist einer der schönsten Stadtpaläste Rajasthans. Am Eingangstor sehen wir die Handabdrücke der Frauen, die ihren fürstlichen Ehemännern nach deren Ableben mehr oder weniger freiwillig auf den Scheiterhaufen folgten und so zu Satis wurden. Eine für uns alle schaurige Vorstellung. Bei Sonnenuntergang erreichen wir unser Hotel Gaj Kesri außerhalb der Stadt, dass einem indischen Palast nachempfunden wurde. Heute gibt es ein rein vegetarisches Abendessen, doch alle werden satt.


Auch am darauf folgenden Morgen geht es rechtzeitig los. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den so genannten Rattentempel -den Karni-Mata-Tempel. Mit gemischten Gefühlen und dicken Tempelsocken bewaffnet treten wir durch das prunkvolle silberne Tor und betreten  das Innere des Tempels. Zum Glück sitzen die meist recht alterschwachen Ratten in den Ecken des Tempels oder um Schalen mit Futtergaben  und laufen uns nicht über die Füße. Dennoch sind die meisten von uns erleichtert ohne besondere Vorkommnisse wieder draußen zu sein.

Durch die Halbwüste Thar, vorbei an Feldern mit Baumwolle, Hirse, Rizinus aber auch teils sehr öder Landschaft geht es weiter in Richtung Karawanenstadt Jaisalmer. Man merkt an den vielen militärischen Siedlungen, dass wir dem Nachbarland Pakistan näher kommen. Am Abend erreichen wir unser Ziel und fahren zu einem Aussichtspunkt um den Sonneuntergang mit Blick auf das Fort und die Stadt (bei Cola mit Rum) zu genießen. Eine wunderschöne Stimmung und ein perfekter Abschluss dieses Tages. Doch noch eine schöne Überraschung erwartet uns. Wir wohnen hier in einem wunderschönen und palastähnlichen Hotel. Nach dem Abendessen sitzen wir noch etwas zusammen und lassen den Tag gemeinsam ausklingen. Morgen müssen wir nicht ganz so früh aufstehen.


Wir wurden heute mit einer anderen Reisegruppe verwechselt und schon um 06.15 Uhr geweckt Also nicht ausschlafen, dafür aber viel Zeit um ausgiebig zu frühstücken. Als erstes fahren wir zum See Gadi Sagar, der als Wasserversorgung der Stadt angelegt wurde. Das hübsche Einganstor zum See wurde von einer Konkubine gebaut und war in Gefahr abgerissen zu werden bis ein Götterbild am Tor angebracht wurde. Im See tummeln sich riesige Welse und warten darauf von uns gefüttert zu werden.


Anschließend fahren wir ins Stadtzentrum und laufen durch enge, belebte Gassen zum Fort  auf dem Trikuta-Felsen. Unterwegs sehen wir eine Baustelle, wo die mit wunderschön bunten Saris bekleideten Frauen schwere Trägerarbeiten verrichten. Noch heute befinden sich im Fort jede Menge Wohn- und Geschäftshäuser. Die Kanalisation ist allerdings sehr mittelalterlich. Wir schlendern durch die Gassen mit kleinen Geschäften, begegnen jeder Menge Hunde, Ziegen und Kühe und erreichen so die fünf Jain Tempel, die so verschachtelt gebaut sind, dass sie wie ein einziges Bauwerk wirken. Wir sehen unsere erste indische Katze , was eine Seltenheit im Land ist. Auch diese Stadt ist reich an Havelis. Diese sind nicht bunt bemalt sondern kunstvoll mit Steinmetzarbeiten verziert. Ein besonderes Schmuckstück ist dabei das Patwon ki Haveli, welches von einem sehr reichen Silberhändler für seine 5 Söhne erbaut wurde.


Nach einer erholsamen Auszeit starten wir am Nachmittag mit dem Bus in Richtung Pakistan zum kleinen Dorf Khuri. Wir besichtigen das Dorf und erhalten einen Einblick in das sehr bescheidene Dorfleben. Dann warten auf uns bestellte Kamele für einen Ausritt. Auf dem Kamelrücken oder alternativ im Kamelkarren geht es zu den nahe gelegenen großen Sanddünen. Das macht richtig Spaß. Wir erleben den Sonnenuntergang auf einer der Dünen mit einem ColaRum Sundowner. Die allgemeine Stimmung? Magisch. Zu Fuß laufen wir durch die Dünen zu unserem Bus und fahren zurück in unser Palasthotel.

 

Da  ein Teil der Straße zwischen Jaisalmer und Jodphur wegen Militärübungen tagsüber geschlossen werden soll müssen wir heute noch etwas früher abfahren als üblich. Aber an das frühe Aufstehen haben wir uns nun fast gewöhnt. Auf der Fahrt sehen wir viele Militärfahrzeuge und  in weiter Ferne sogar auch Panzerübungen. Seitlich der Straße entdecken wir eine Herde Dromedare. Ansonsten heißt es erst einmal dösen bis Phalodi. An einer Tankstelle mit Kiosk decken wir uns mit Keksen ein, denn auf der heutigen Strecke gibt es keine annehmbare Raststätte. Im nächsten Ort werden zudem leckere Bananen besorgt. Die Straße ist auf der ersten Teilstrecke sehr gut ausgebaut. Seitlich der Straße tauchen immer wieder Sanddünen in der Vorwüstenlandschaft auf. Etwa 80 km vor unserem Ziel Jodhpur wird die Straße dann aber schlagartig schlecht und ziemlich hubbelig. Links und rechts der Straße sehen wir riesige Steinbrüche, aus denen rote Sandsteinplatten geschlagen werden. Die LKWs mit ihrer schweren Ladung machen den Straßenbelag nicht gerade besser.


Gegen Mittag erreichen wir dann die „blaue Stadt“ Jodphur. Erst fahren wir zum Grabmal Jaswant Thada des 1895 verstorbenen Maharadjas Jaswant Singh II. und aller nach ihm verstorbenen Herrscher von Jodhpur. Es ist ein Gebäude aus hellem Marmor und mit wunderschönem Blick auf das Meherangarth Fort wo wir gleich im Anschluss hinfahren werden. Die Stadt Jodhpur ist umgeben von einer Stadtmauer, die architektonisch an die chinesische Mauer erinnert. Das Fort liegt erhaben und mächtig auf einem Hügel mitten in der Altstadt. Zum Glück gibt es einen Fahrstuhl zu den oberen Räumlichkeiten. Wieder sehen wir prachtvolle Räume und Plätze und erhalten eine Vorführung, wie Turbane gewickelt werden. Das Fort wird gerade für die Feierlichkeiten eines Reichen Europäers mit bunten Tüchern, Lampen und Teppichen geschmückt und wirkt dadurch noch märchenhafter.

Der Blick vom Fort auf die tiefblau bemalten Häuser der Altstadt ist sehr malerisch. Im Anschluss fahren wir zu einem Großhändler für Pashmina Tücher und Kunstgegenständen. Die Präsentation der Ware ist perfekt und besonders die Damen unserer Gruppe erliegen dem Kaufrausch. Umso länger brauchen wir dann auch um zu unserem Heritage Hotel Fort Chanwa , im kleinen Dorf Luni, aufzubrechen. Es ist schon dunkel als wir losfahren und spät bis wir ankommen. Nur kurz einchecken und umziehen und dann geht es direkt zum Abendessen mit Kochvorführung. Wer möchte, darf das Kochen auch einmal selbst versuchen. Ranveer hat uns 2 Tische auf der Außenterrasse unter einem riesigen Baum reserviert. Sehr stimmungsvoll. Das Hotel ist insgesamt wunderschön, ein ehemaliges Fort, sehr schön restauriert. Allerdings hat es mit der nah vorbeiführenden Bahnlinie und dem damit verbundenen Lärm zu kämpfen. Mein Zimmer hat ein Himmelbett und zwei Schaukelstühle und ich finde es einfach nur zuckersüß!

Es ist Halbzeit, die Zeit rennt in Indien. Direkt nach dem Frühstück werden wir von Jeeps abgeholt und fahren auf staubiger Straße in ein nahe gelegenes Dorf. Dort erhalten wir die Gelegenheit eine Töpferei zu besichtigen und  bekommen vorgeführt, wie dort Vasen und andere Töpferarbeiten gefertigt werden. Weiter geht es auf immer holprigerer Straße zum Wüstenvolk der Bishnoi, wo wir an einer Opiumzeremonie teilnehmen. Wer möchte bekommt die Gelegenheit zu probieren. 


Zurück im Hotel erhalten wir die Gelegenheit uns kurz frisch zu machen, bevor es per Bus weiter in Richtung Udaipur geht. Die Landschaft verändert sich, wird üppiger und hügeliger. Nach dem Mittagessen erreichen wir Ranakpur. Mitten in der wunderschönen Natur mit Bergkulisse, bunt leuchtenden Bougainvilleas  und schattenspendenden  Bäumen liegt der beeindruckende Jaintempel. Dieser Tempel ruht auf 1.444 Marmorsälen, die vom Sockel bis zur Spitze mit Steinornamenten verziert ist. Keine Säule gleicht der anderen und auch die 29 Dächer der Tempelanlage sind mit Mustern und Skulpturen verziert. Der Bau hat über 60 Jahre gedauert und durch das Gebäude zu wandeln ist eine Augenweide. 

Als wir zum Bus zurücklaufen sehen wir schon von weiten die frechen Affen auf dem Parkplatz und auf unserem Bus herumturnen. So ganz geheuer sind uns die flinken Tierchen allerdings nicht und wir sind froh, als wir alle im Bus sitzen und die Türe geschlossen ist. Auf  kurvigen Passstraßen geht es immer höher ins Araveligebirge. Die kleinen Dörfchen rechts und links der Straße machen einen sehr gepflegten Eindruck. Die Dämmerung setzt ein und die Menschen kommen von der Arbeit. Überall entdecken wir Frauen mit bunt leuchtenden Saris am Straßenrand auf ihrem Heimweg, wie auch Männer, Kinder und Tiere. Eine wunderschöne friedliche Stimmung. Die Sonne geht hinter den Hügeln unter und es wird dunkel. Wir erreichen die Autobahn nach Udaiphur und kommen rechtzeitig zum Abendessen in unserem Hotel in der Stadt an.


Wir werden heute erst um 09.00 Uhr von unserem Reiseleiter erwartet. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Altstadt von Udaiphur. Wir steigen am Stadtpalast aus und werfen einen Blick auf das Fenster, aus dem sich James Bond im Film ,Octopussy' abgeseilt hat. Kurz darauf sind wir zu Fuß schon am Picholasee und sehen auf dem Wasser das weltberühmte Lake Palace Hotel. Durch ein Tor betreten wir den Palastbereich. Vorbei an den beiden Luxushotels im Palastbereich, dem Privatpalast des amtierenden Maharadjas und dem Hauptpalastbereich laufen wir zu dem daneben liegenden Jagdish Tempel. Wir steigen die  32 steil ansteigenden Stufen des Tempels empor und hören schon auf dem Weg den lauten Gesang der Gläubigen. Der Tempel ist dem Gott Vishnu geweiht und  an den Außenwänden mit Steinmetzarbeiten reich verziert. An einigen Stellen werden erotische Handlungen dargestellt. Als wir zurück zum Vorplatz des Palastes kommen entdecken wir den amtierenden  Maharadja und seinen Sohn, die sich eine Ausstellung mit vielen bunt bemalten Schaukelpferden auf dem Platz ansehen. 

Dann gehen wir uns den riesigen Palast anschauen. Wieder sind wir überwältigt von den reichen Wandverzierungen und dem Prunk in den Räumen. Zur heißen Mittagszeit fahren wir in ein schönes Gartenrestaurant zum Mittagessen. Im Anschluss wandeln wir im ,Freundinnengarten' Sahelion-ki-Bari, einem üppig bewachsenen Park mit Wasserspielen, Pavillons und Lotusteichen. 



Udaihpur ist bekannt für seine Miniaturmalereien und wir fahren zu einer Malschule mit  Vorführung und Verkaufsbereich und haben damit die Gelegenheit Bilder direkt vom Künstler zu erwerben. Noch vor Sonnenuntergang fahren wir zurück zum Picholasee und machen eine wunderschöne Bootsfahrt auf dem See. Vorbei am Lake Palace Hotel fahren wir zur zweiten Insel auf dem See zum Jag Mandir, wo wir aussteigen. Auf der Insel liegt ein sehr schönes Restaurant sowie ein wunderschöner Palast. Die Rückfahrt erleben wir bei einem bezaubernden Sonnenuntergang. Unser Reiseleiter Ranveer, der in Udaipur lebt, hat noch eine Überraschung für uns. Er lädt uns alle zu sich nach Hause ein und wir erhalten Einblick in das Leben seiner recht wohlhabenden indischen Familie. Alle sind begeistert von seiner Gastfreundschaft und seiner netten Familie.


Leider müssen wir Udaihpur verlassen. Es hat uns allen sehr gut gefallen. Da wir eine lange Strecke vor uns haben geht es wieder zeitig los. Über eine sehr lange und etwas öde Strecke Autobahn führt unsere Reise heute  in die heilige Stadt Pushkar, welche wir am Nachmittag erreichen. Wir besichtigen den einzigen Brahma-Tempel Indiens. Besonders beeindruckt sind wir jedoch nicht, den der Tempel und die Stadt macht auf uns einen eher ungepflegten und rummeligen Eindruck. Durch die Altstadt laufen wir zum heiligen Pushkar See mit seinen Badestellen. Der Ort nimmt in der Hierarchie der Hindus in Indien einen sehr hohen Rang ein, Gläubige aus ganz Indien kommen in die Stadt um im heiligen See zu baden und im Tempel zu beten. Auf dem Rückweg zum Bus  sehen wir einen Asketen, der in einem kleinen überdachten stallähnlichen Gebäude bei ihm sitzenden Indern Geschichten erzählt. Gegen Abend erreichen wir unser sehr schönes Hotel Jagat Palace, welches wie ein Palast gebaut wurde. Nach einem sehr leckeren Abendessen sitzen wir noch gemütlich im plüschigen Salon des Hotels und fühlen uns wie in einem Märchen aus 1000 und einer Nacht.

Unsere Reise führt uns heute in die rosarote Stadt Jaipur, der Hauptstadt Rajastans. Zu Ehren des Besuchs des englischen Königs Edward VII. wurde die Stadt als Zeichen der Gastfreundschaft rosa angemahlt. Schon gegen Mittag erreichen wir unser wunderschönes und romantisches Heritage Hotel Alsisar Haveli, mitten in der Stadt . Bis 15.00 Uhr haben wir Freizeit und fahren danach in die Altstadt. Von einer Dachterrasse mitten in der Stadt haben wir einen sehr guten Ausblick auf das rege Treiben in der Stadt und den bunten Verkehr der Straßen. Wir mischen uns auch unter die Massen und laufen durch eine der Haupteinkaufsstraßen und erstehen in einem der vielen Gewürzläden  Gewürze. Die anderen Waren sind nicht unbedingt nach unserem Geschmack. 



Ein wildes Gewusel, eine unglaubliche Geräuschkulisse, exotische Gerüche, für einen Europäer kaum zu ertragen. Wir dürfen im Anschluss die Stadt auch noch per Fahrradrikscha erleben. Durch enge Gassen geht es mitten durch das bunte Getümmel. Was für ein Abenteuer! Die armen dürren Inder dürfen uns schwere Europäer durch die Stadt karren. Wieder werden wir von den uns begegnenden Menschen bestaunt. Am Ende unserer Fahrt erreichen wir den Palastbereich der Stadt. Unser Reiseleiter Ranveer führt uns zum großen Stadttempel, der normalerweise nicht von Touristen besucht wird, und wir dürfen an einer Abendzeremonie teilnehmen. Es sind viele Gläubige gekommen und es  wird gesungen und  gebetet. Die Menschen sind voll bei der Sache und man sieht wie sehr sie an Ihre Götter glauben. Wir sind alle sehr beeindruckt.


Wir nutzen die Gelegenheit in einer Schmuckmanufaktur einzukaufen, denn Jaipur ist bekannt für seine Edelsteinverarbeitung. Dann geht es zurück ins Hotel zum Abendessen.

 

Alle Elefantenliebhaber sind schon ganz aufgeregt, denn heute haben wir die Gelegenheit auf einem dieser Tiere zu reiten. Außerhalb der Stadt, an  einem steilen Berghang gelegen, sehen wir schon aus einiger Entfernung die gewaltige Palastanlage von Fort Amber. Zum Glück sind wir einer der ersten Busse, die beim Fort ankommen, denn die Warteschlangen bei den Reitelefanten ist noch nicht lang. Wer nicht reiten möchte, wird mit dem Jeep zum Fort gefahren und kann die fröhlichen Elefantenreiter im Fort begrüßen. Wie schon bei allen anderen Palästen sind wir wieder total beeindruckt von der Palastanlage. Besonders schön ist der Saal Jai Mandir, der von unten bis oben mit Spiegelkacheln  verziert ist. Man kann sich vorstellen, wie prunkvoll das Leben dort einmal war. 

Wir laufen den Berg hinunter zum Bus und fahren zurück in Richtung Jaipur. Kurz vor der Stadt liegt mitten auf dem Stausee der Sommerpalast des Maharadjas. Ein kurzer Fotostop und es geht weiter in eine Teppich- und Stempeldruckmanufaktur. Nach dem Mittagessen fahren wir erneut in die Altstadt von Jaipur und besichtigen das beindruckende Freilichtobservatorium Jantar Mantar mit riesigen Sonnenuhren. Unser Führer wird bei aller Erklärung dann auch gleich noch als Astrologe eingesetzt. Er fragt einige Mitreisenden nach ihren Geburtsdaten und bestimmt daraufhin die Charaktereigenschaften. Danach wird der Stadtpalast mit Waffenmuseum und einer Ausstellung mit Kleidern und Schmuck der königlichen Familie besichtigt. Im absoluten Verkehrschaos geht es zurück zum Hotel. Dort haben wir noch etwas Zeit zum Entspannen bevor es zum Abendessen geht.


Gleich nach dem Frühstück fahren wir zum Palast der Winde, einem Fassadebau mit 953 Nischen und Fenster, der als Ausblick für die Haremsdamen des Maharajas diente. Es ist eines der meistfotografierten Gebäude Indiens und im Morgenlicht  besonders schön. Auf der Fahrt aus der Stadt sehen wir am Straßenrand und auf den Dächern der LKWs die Tagelöhner. Wieder fahren wir auf der Autobahn und teilen uns die Straße mit Mensch und Tier. Am Ortseingang einer Ortschaft sitzen seitlich der Straße Freudenfrauen, die auf liebeshungrige LKW Fahrer warten. Um die Mittagszeit erreichen wir Fatepur Sikri, eine Geisterstadt, die nur 15 Jahre bewohnt war, doch wegen Wassermangels als Hauptstadt der Region Agra wieder aufgegeben wurde. Wir sehen fantastische Bauwerke mit wunderschönen Verziehrungen und genießen die seltene Stille dieses Ortes.

Auf  schlechter, unübersichtlicher Straße und durch chaotischen Straßenverkehr fahren wir weiter nach Agra. Dort steht noch ein Besichtigungspunkt auf dem Programm, das Rote Fort. Wie das Taj Mahal wurde auch dieses Monument, eine der größten Befestigungsanlagen der Welt, von Shah Jahan erbaut.  Später wurde dieser vom eigenen Sohn gestürzt und lebte  bis zu seinem Ableben, eingesperrt in seinem Luxusgefängnis mit Blick aufs Taj Mahal. Auch wir genießen den ersten Blick auf das Taj Mahal und die wunderschöne Anlage. Nach der langen Fahrt und vielen Eindrücken sind wir glücklich als wir gegen Abend im Hotel ankommen.


Heute steht der absolute Höhepunkt unserer Reise auf unserem Programm, das Taj Mahal. Wir schenken uns das frühe Aufstehen und  den Sonnenaufgang, denn es ist diesig, und so starten wir erst nach dem Frühstück. Dafür müssen wir nicht in am Eingang anstehen und haben von Beginn der Besichtigung an klare Sicht auf das Taj Mahal.

Das Denkmal der Liebe wurde 1630 von dem Mogulkaiser Shaj Jahan zum Gedenken an seine geliebte Gemahlin Mumtaz Mahal erbaut. Wir sind alle überwältigt von dem einmalig schönen Gebäude ganz aus weißem Marmor. Der Innenbereich  des Grabmahls ist mit feinsten Intarsienarbeiten verziert. Unser Reiseleiter gibt uns genügend Zeit auf eigene Faust durch die architektonisch perfekt geplante Anlage zu schlendern. Auf dem Fluss hinter dem Monument sehen wir viele Pelikane zwischen anderen Wasservögeln schwimmen.

Leider geht auch die schönste Reise einmal zu Ende und wir fahren auf direktem Wege zurück nach Delhi. Wegen des Lichterfestes Diwali, welches unserem Weihnachtsfest gleicht, wird viel Verkehr auf den Straßen erwartet und wir wollen sicher sein, rechtzeitig in Delhi anzukommen. Wir erreichen Gurgaon am späten Nachmittag und beziehen ein Tageszimmer in unserem Hotel Country Inn & Suites, denn unser Flugzeug startet erst spät in der Nacht. Es heißt Abschied nehmen von Indien sowie unserem Busfahrer, Beifahrer und Reiseleiter, die uns alle superfreundlich und sicher durch das Land begleitet haben. Zwei der Reiseteilnehmer fahren schon früher an den Flughafen, denn auf sie wartet ein 6 Monate langer Sonnenurlaub in Thailand. Nach dem Abendessen ruhen wir uns alle noch ein bisschen aus. Gegen 22.00 Uhr treffen wir uns in der Hotelhalle und fahren gemeinsam zum Flughafen. Die letzten Rupien müssen noch ausgegeben werden und dann geht es in den Flieger via Zürich nach Frankfurt/Hamburg. 

Es war eine sehr erlebnisreiche und einrucksvolle Reise die keiner von uns missen möchte. Ich glaube Indien hat uns alle überrascht und in seinen Bann gezogen. Die Freundlichkeit der Menschen, die Kontraste zwischen Armut und Reichtum, die überwältigenden Gebäude, die vielen Glaubensrichtungen, die Gerüche und bunten Farben…….., das muss man einfach gesehen haben. Dazu noch eine harmonische Gruppe, die zum Erfolg dieser Reise beigetragen hat. 

Ich freue mich auf das Wiedersehen


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