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Afrika

Namibia

Eine Reise durch das Land der wunderschönen roten Dünen und der Wildnis 

(Reiseimpressionen von Manuela Möller, hartmann-reisen)  

Namibia ruft, mein Herz klopft, denn für mich ist es die erste Reise nach Afrika. Mit dem neuen Airbus A330-200 fliegen wir mit Air Namibia direkt per Nachtflug von Frankfurt nach Windhoek und landen morgens um halb acht am Hosea Hutako Flughafen. Die Sonne lacht uns ins Gesicht und während Deutschland friert, ziehen wir unsere Jacken aus, denn hier ist es frühmorgens bereits angenehm warm.

Wir werden gut gelaunt von unserem Reiseleiter „Zaki“ empfangen und zu unserem komfortablen Reisebus gebracht. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt uns nicht, denn schon geht es los Richtung Windhoek Zentrum, das 45 Kilometer vom Flughafen entfernt liegt. Moment mal, fährt Zaki auf der falschen Straßenseite? Nein, hier ist Linksverkehr und ganz wichtig ist, vor allem außerhalb der Städte, dass wir mit Tagfahrlicht fahren, denn das ist hier Pflicht.Unsere Reise beginnen wir mit einer Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Namibias und der Besichtigung des Boutiquehotels Olive Grove Guesthouse. Das kleine bezaubernde Hotel liegt nahe dem Stadtzentrum in einem ruhigen gemütlichem Wohnviertel. Jedes der 11 Zimmer ist individuell eingerichtet und ideal für Paare. Weiter geht es mit dem Bus und später auch zu Fuß durch Windhoek.

Die Hauptstraße der Stadt ist die Independence Avenue. Das Stadtbild Windhoeks ist von einer Mischung aus kolonialen (die im deutschen Baustil des 19. Jahrhunderts errichtet wurden) und modernen Bauten des 20. Jahrhunderts geprägt. Wir sehen die verschiedenen Gebäude aus der Gründerzeit, wie z.B. die Christuskirche, das Reiterdenkmal, den Regierungssitz, auch Tintenpalast genannt. Bei einem Besuch einer Diamantenfabrik bekommen wir einen tiefen Einblick in die Herstellung eines namibischen Diamanten. Diese Steine besitzen die höchste Qualität aller Diamanten der Welt und garantieren schon seit der Kolonialzeit das Haupteinkommen Namibias.

Es ist ja keine Urlaubsreise. Deshalb ist unser zweiter Tag geprägt von mehreren interessanten Workshops über das Land, die Fluggesellschaft Air Namibia, der unterschiedlichen Lodges und Hotels im Reiseland Namibia. Wir erfahren aber auch, welche Reisemöglichkeiten es für Urlauber gibt und wie man sich sinnvoller Weise als Tourist durch Namibia fortbewegt.

Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung und ein Teil der Gruppe erforscht die Hauptstadt auf eigene Faust. Leider haben samstags die Geschäfte nur bis 13 Uhr auf, deshalb besuchen wir das Hilton Hotel direkt an der Independence Avenue. Wir fahren mit dem Aufzug hinauf bis zur Dachterrasse „Skybar“ und genießen bei einem kühlen Getränk den grandiosen Blick über die Stadt und lassen dabei den Tag ausklingen.


Heute beginnt unsere Rundreise durch den Süden Namibias. Durch die Auasberge geht es vorbei an Rehoboth Richtung Mariental. Den ersten Stopp machen wir in der Kalahri Anib Lodge. Diese liegt inmitten der roten Dünen und nach einer ausführlichen Besichtigung geht es weiter entlang der Kalahari Wüste zum Intu Africa Game Reserve, das mit seinen 4 Camps ca. 3 Stunden Fahrzeit von Windhoek entfernt ist. Diese Region ist sehr wildreich und verfügt, bedingt durch gutes Untergrundwasser, über einen großen Baum- und Grasbestand. Die rote Kalahari Wüste ist durch die Niederschläge in der Regenzeit ergrünt. Was für ein wunderschöner Kontrast.

Während einer Fahrt durch die roten Dünen der Wüste, erfahren wir von unserem örtlichen Guide viel Wissenswertes über die Fauna und Flora der Region. Er zeigt uns, wo die verschiedene Antilopen, Zebras und Gnus sich verstecken und wir haben sogar das Glück eine Giraffe zu entdecken. Bei einem Sundowner mitten in der Wüste erleben wir ein einmaliges Farben- und Lichtspiel und sind einfach nur sprachlos.

Am frühen Morgen geht die Fahrt weiter nach Keetmanshoop, wo wir den Köcherbaumwald besuchen. Die Äste dieser Aloe wurden früher von den Buschmännern als Köcher benutzt, daher stammt auch der Name der Pflanze. Dieser dichte Wald mit seinen schönen alten Exemplaren wurde mit dem Status eines Nationaldenkmals geadelt.


In der Umgebung findet man Robben auf Inseln und Flamingos im seichten Wasser stehend. Im Gegensatz zum Landesinneren ist es hier immer relativ frisch und windig. Morgens und abends gibt es oft Nebel, da kalte Atlantikluft auf heiße Wüstenluft trifft. Die Gegend um Lüderitz ist geprägt von viel Sand und Wanderdünen. Durch den Wind „wandert“ der Sand auch auf die Straße und Bahnstrecke.

Am nächsten Tag fahren wir zur Geisterstadt Kolmanskuppe, die ca. 15 Minuten von Lüderitz entfernt liegt. 1908 wurden hier die ersten Diamanten gefunden und seit den 50er Jahren ist diese Stadt der gnadenlosen Wüste ausgesetzt. Sachkundige deutsch- und englischsprachige Führungen durch die teils vom Wüstensand verschütteten Häuser finden täglich statt. Nicht zu versäumen sind zum Beispiel der wiederhergestellte Ballsaal mit Turngeräten und die Kegelbahn. Nach einer ausführlichen interessanten Führung erkunden wir die Stadt auf eigene Faust und dann heißt es Abschied nehmen, denn wir haben heute noch eine lange Fahrt vor uns. Unser Ziel heißt Sossusvlei.

Die Fahrzeit von Lüderitz nach Sossusvlei beträgt ungefähr 6 Stunden. Unterwegs halten wir in dem kleinen netten Städtchen Helmeringhausen, mit 21 Einwohnern und dem gleichnamigen Hotel. Die Anlage im Landhausstil wird von einer jungen deutschen Familie geleitet und ist ein idealer Zwischenstopp um nach Lüderitz oder Sossusvlei zu reisen. Am frühen Abend erreichen wir die Sossus Dune Lodge. Die Lodge ist die einzige Unterkunft, die direkt im Namib Naukluft Nationalpark liegt.


Die Gäste haben hier den Vorteil, dass sie vor Sonnenaufgang zu den höchsten Dünen der Welt fahren können um diese zu besteigen und das Farbenspektakel zu genießen, denn der Park öffnet erst mit Sonnenaufgang. In dieser Gegend gibt es außer der Lodge weit und breit keine Lichtquellen und deswegen können wir am nächtlichen Sternenhimmel die funkelnde klare Milchstraße bestaunen.

In den kühlen Morgenstunden starten wir in das Sossusvlei, einer riesigen Lehmbodensenke, die von den höchsten Dünen der Welt umringt ist. Das Gebiet ist ein einziges Märchen aus Sand, soweit das Auge reicht. Die Farbschattierungen variieren von blassgelb bis zu leuchtenden Rot- und Orangetönen. Wir haben die Möglichkeit die „Düne 45“ zu besteigen und nach einem langen und etwas anstrengenden Aufstieg werden wir mit einem einmaligen und wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.

Im Anschluss fahren wir weiter Richtung Zentrum des Dünen-Gebiet.

Die letzten 4 Kilometer bis zum Vlei sind extrem weichsandig und man kann sie nur per 4x4 Geländewagen bewältigen. Deswegen muss unser Reisebus draußen bleiben und es geht weiter mit „Shuttle-Fahrzeugen“.

Überall schaut man auf riesige, bis zu 350 Meter hohe Dünen.


Die Zeit vor Ort bietet sich für ein nettes Picknick, Dünenbesteigungen oder einfach 
nur zum Landschaft erkunden an.

Auf der Rückfahrt besichtigen wir noch den Sesriem Canyon, der nahe des Eingangs, ca. 65 km vom Zentrum des Sossusvlei entfernt liegt. Der Tsauchab Rivier hat hier vor Millionen von Jahren eine Schlucht geschaffen. Steil und fast senkrecht ragen die Felswände nach oben, zum Teil bis zu 30 Meter und der Einschnitt ist nur wenige Meter breit. Der Name „Sesriem“ leitet sich von früheren Erzählungen der ersten Siedler ab: sechs Riemen mussten aneinander geknotet werden, um mit dem Eimer Wasser aus der tiefen Schlucht heraufholen zu können.

Danach geht es langsam zurück Richtung Windhoek zu unserer letzten Übernachtungsunterkunft. Nach 45 Minuten machen wir noch einen kurzen Stopp in der Namib Desert Lodge, die am Fuße der „Versteinerten Dünen“ der Ur-Namib gelegen ist. Die Unterkunft ist eine preisgünstigere Alternative zu der Sossus Dune Lodge, denn je weiter weg man vom Sossusvlei wohnt, desto preiswerter die Übernachtungsmöglichkeiten.

Die letzte Nacht verbringen wir im GocheGanas, dass im privaten 6.000 ha großen Wildschutzgebiet, nahe Windhoek liegt. Das Hotel befindet sich auf einem Hügel in einer atemberaubenden Landschaft, von dem man einen tollen Blick in die Umgebung hat. Mit Glück und einem guten Auge kann man von den Zimmern oder der Sonnenterasse Tiere beobachten.


Hier leben unter anderem Zebras, Gnus, Warzenschweine, Vogelsträuße, verschiedene Antilopen, Giraffen und 6 weiße Nashörner. Am nächsten frühen Morgen unternehmen wir eine Wildbeobachtungsfahrt oder auch „Game Drive“ genannt. Mit unserem Guide gehen wir auf die Pirsch und fahren durch das riesige Gelände. Wir verfolgen Spuren und können an unserem letzten Tag noch einmal richtig viele Tiere sichten, jedoch leider nicht die Nashörner. 

Nun heißt es von Namibia Abschied zu nehmen, denn nach einer Stunde Fahrt erreichen wir den Flughafen und es geht wieder direkt per Nachtflug zurück nach Deutschland.

Ich bin extrem begeistert und fasziniert von der einmaligen und abwechslungsreichen  Landschaft Namibias, aber auch von den wunderschönen Farbspielen der Natur, den Tieren und dem Licht während des Sundowners in den glühend orangeroten Dünen.

Namibia werde ich ganz sicher noch einmal ausführlicher  und mit mehr Zeit bereisen. 


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